Seychellen: Pärchen Urlaub im Paradies

Seychellen – November 2018

Schon vorab habe ich mich gut über das Land informiert – Seychellen – kein normales Reiseziel für Studenten, eigentlich ein Flitterwochen Ziel. Doch dieser Archipel im indischen Ozean hatte uns schon verzaubert, als wir die Dokumentationen und Reiseberichte dazu geschaut haben. Die über 100 Inseln, welche alle zu den Seychellen gezählt werden, liegen nördlich von Madagaskar und knapp südlich vom Äquator. Das Klima ist tropisch und feucht- warm. Das Meer hat ganzjährig fast Badewannen Temperatur und obwohl es auch immer wieder zu leichten Regenfällen kommen kann, ist es nie kalt.1 Die perfekten Reisemonate sind Mai bis Oktober, da dort weniger Regentage herrschen und auch die Luftfeuchtigkeit geringer ist. Doch auch die anderen Monate von November bis April werden gerne als Reisezeit genutzt, da es auch in der Regenzeit warm ist und viele Unterkünfte und Flüge billiger sind.2

Die Verständigung auf den Seychellen geht reibungslos, da die Amtssprache neben Französisch und Seychellenkreol auch Englisch ist und somit überall Englisch gesprochen wird.1 Doch nicht nur die Sprachen sind ein Mix aus aller Welt, auch die kulinarischen Gerichte sind eine Mischung aus kreolischer Küche mit Indisch und asiatischem Einfluss, mit Komponenten der europäischen Kochkultur.3

Ausblick von Morne Blanc

Wir wurden nicht enttäuscht, die weißen, langen Sandstrände, das türkis-blaue Wasser und die Kokospalmen waren genau wie man es sich vorstellt.

Nach einem Tag in Wien, wo wir im Katzenkaffee und der Altstadt uns die Zeit vertrieben, bis wir den Nachtflug Non-Stop zu den Seychellen, genauer auf die Insel Mahè, nahmen. Unser erster Langstreckenflug, mit ungefähr 8 Stunden Flugzeit, war für uns doch sehr aufregend. Wir konnten uns im Vorhinein noch auf Premium Economy Upgraden, womit wir eindeutig feinere Plätze und ein besseres Essen als in der normalen Economy hatten. Schon damit begann dann unser Abenteuer als erster gemeinsamer Pärchenurlaub, weit weg von zu Hause. Wir hatten beschlossen nicht in einem Hotel, sondern in einem Selbstversorger-Apartment unter zu kommen (Tipp: billiger ist es direkt in Victoria in einheimischen Supermärkten einzukaufen oder am Markt), da wir so einiges an kosten sparten und selbst entscheiden konnten wann und was es zum Essen gibt. Unser Apartment war schon ein Traum, der erste Eindruck war: wie aus einem Katalog eines schwedischen Möbelhauses und dann sah man auf den Balkon, da war ein kleiner privater Pool und rundherum nur Dschungel und die Aussicht aufs Meer. Wir wurden nicht enttäuscht, die weißen, langen Sandstrände, das türkis-blaue Wasser und die Kokospalmen waren genau wie man es sich vorstellt. Als wir dann aus dem Fenster unseres Schlafzimmers geschaut haben, flogen da schon die ersten Flughunde umher, die einzigen Säugetiere auf den Seychellen. Denn deren Fauna besteht überwiegend aus Reptilien, Amphibien, Insekten und vor allem Vögel, aber natürlich auch eine ausgeprägte Unterwasserwelt.1

Oktopus-Curry

Bester Tipp: Abends haben wir uns zusammengesetzte, geschaut wie das Wetter am nächsten Tag wird und uns dann für die Aktivität entschieden, auf die wir am meisten Lust hatten.

Langweilig wurde uns in den 7 Tagen auf Mahè nicht, auch wenn wir am ersten Tag unseren mini Jetlag verarbeiteten, haben wir uns doch bald an der Zeitumstellung (+3 Stunden) gewöhnt. Wir sind aber auch relativ früh wach geworden und dementsprechend früher schlafen gegangen. Unser Zeitplan war voll mit Aktivitäten, jedoch haben wir schon im Voraus uns eine Liste gemacht, was wir denn gerne anschauen wollen, aber dies noch auf keinen Tag fixiert. Abends haben wir uns zusammengesetzte, geschaut wie das Wetter am nächsten Tag wird und uns dann für die Aktivität entschieden, auf die wir am meisten Lust hatten (bester Tipp). Die meisten Tage haben wir einfach verschiedene Strände abgefahren, alles mit dem Bus, dies ging recht einfach und war zudem viel billiger, als sich ein Mietauto zu leihen. Aus unserer Sicht auch sicherer, wegen dem Linksverkehr und den engen Straßen. An einem Regentag haben wir uns für den Besuch der kleinsten Hauptstadt der Welt – Victoria- entschlossen. Der Markt, der hinduistische Tempel und der kleine Big Ben gehören zu den Sehenswürdigkeiten, die wir als “Must see“ abstempeln würden. Doch neben gechillten Tagen am Strand und schnorcheln im Meer bei den wunderschönen Sandstränden Anse Royal oder Takamaka, haben wir uns einen Tag genommen, um die Strände von oben zu betrachten. Nämlich wanderten wir auf den Morne Blanc, der für seine kurze Strecke, jedoch auch für uns, die eigentlich Steigung und Berge gewohnt sind, wegen der schwülen Hitze doch anstrengender ist, als es scheint (viel Wasser mitnehmen). Jedoch hat sich der Steile aufstieg auf 667 m gelohnt und wir wurden mit einer wunderbaren Aussicht belohnt.

Riesenschildkröten auf den Seychellen

Unser Letzter voller Tag wurde dann mit einem Schnorchelausflug gekrönt, auch wenn diese Ausflüge nicht zu den billigeren Budgets gehören, für uns war er es absolut wert. Neben wunderschönen Fischen, Seesternen und leckerem Essen auf dem Katamaran, besuchten wir eine Insel mit noch freilebenden Riesenschildkröten. Jedoch hat das Korallenriff sehr unter dem Globalen Korallensterben nach einem El Niño 1998 zu leiden und auch wenn die Regierung auf Umweltschutz und Aufbau des Riffs setzt, geht es nur sehr langsam voran.4 Und auch die Massen an Touristen tragen einen wesentlichen Teil an der Zerstörung bei, da sie Korallen mit ihren Flossen oder durch herumtreten auf den Riffen, diese zerstören und abbrechen. Nach diesem wunderschönen Tag wurde ich noch zu einem Dinner von meinem Freund eingeladen und wir haben den Tag bzw. die Reise perfekt ausklingen lassen.

Am nächsten Tag erwartete uns dann noch ein letztes Abenteuer, denn wir konnten auf Business Class Upgraden und es war der entspannteste und gleichzeitig aufregendste Rückflug.

Mein Fazit: So schön sie sind, mein Herz blutet bei dem Anblick der Korallenriffe als Biologin. Auch wenn Essen und Co. doch recht teuer sind, würde ich die Seychellen gerne noch ein zweites Mal bereisen, dann aber die Inseln La Digue und Prasline.

Bis bald

Eure Hannah

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Create a website or blog at WordPress.com

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: